Leserstimmen

 

Frieder C. Löhrer: “Was eben noch plausibel erschien, erhält plötzlich eine andere Bedeutung. So bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten…”

Wenn Wirklichkeit und Fiktion ineinanderfließen

Ralph Schippan gelingt es, historische Wirklichkeit und literarische Fiktion zu einem spannenden Gewebe zu verbinden. Tatsächliche Orte, historische Persönlichkeiten und überlieferte Ereignisse bilden den Hintergrund einer erfundenen Geschichte, deren Mittelpunkt ein berühmtes Gemälde El Grecos in Toledo ist.

Der besondere Reiz des Romans liegt darin, dass vermeintlich gesicherte Erkenntnisse immer wieder infrage gestellt werden. Überraschende Wendungen lassen Wahrnehmungen zu falschen Annahmen werden. Was eben noch plausibel erschien, erhält plötzlich eine andere Bedeutung. So bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten.

Dabei vermittelt der Roman mehr als eine unterhaltsame Geschichte. Er weckt Neugier auf historische Zusammenhänge, auf Kunst und auf die Frage, wie zuverlässig das ist, was wir zu wissen glauben.

„Toledanische Nächte“ ist eine gelungene Verbindung von Geschichte, Kunst und Fantasie. Eine spannende, kurzweilige Lektüre über eine Geschichte, die sich so nicht zugetragen haben muss – aber vielleicht hätte zutragen können.