
Sein erstes Drama, „Die Familie Schroffenstein“, erschien anonym mit der Jahreszahl 1803. Es folgten „Amphitryon“ 1807 und „Penthesilea“ 1808. Die gemeinsam mit Adam Müller herausgegebene Kunstzeitschrift „Phöbus“ wurde 1808 zum ersten Druckort bedeutender Texte: Hier erschienen unter anderem „Die Marquise von O….“, ein Teil des „Michael Kohlhaas“ und Fragmente mehrerer Dramen.
1810 veröffentlichte Kleist „Das Käthchen von Heilbronn“ und den ersten Band seiner „Erzählungen“; 1811 folgten der zweite Erzählungsband und „Der zerbrochne Krug“. Mit den „Berliner Abendblättern“ erprobte er 1810/11 zudem eine eigenständige Form journalistischer Arbeit.
Zu Lebzeiten blieb die erhoffte Anerkennung vielfach aus. Am 21. November 1811 nahm sich Kleist am Kleinen Wannsee bei Berlin das Leben, nachdem er Henriette Vogel auf ihren Wunsch erschossen hatte. Wichtige Werke wurden erst nach seinem Tod gedruckt: „Germania an ihre Kinder“ 1813 sowie „Die Hermannsschlacht“ und „Prinz Friedrich von Homburg“ 1821.
Kleists Erstdrucke bewahren die Texte in ihren frühesten veröffentlichten Gestalten. Als Bücher, Zeitschriftenbeiträge und einzelne Druckschriften machen sie zugleich sichtbar, unter welchen Bedingungen sein Werk erstmals an die Öffentlichkeit gelangte.
